Die Brüder Grimm in Berlin

Nach ihrer Vertreibung aus Göttingen werden Jacob und Wilhelm Grimm von Kultusminister Eichhorn im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. im Jahre 1840 an die "Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften" nach Berlin berufen. Auf Anregung des Verlegers Reimer verwirklichen sie hier den Plan eines Deutschen Wörterbuchs. Der erste Band erscheint 1854. Die Arbeit am Deutschen Wörterbuch bestimmt die letzten Jahrzehnte ihres Lebens, ist aber nur ein Teil ihrer weitgespannten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Nach dem Tod der Brüder Grimm setzen andere Bearbeiter das Werk fort. 1960 liegt das umfassendste Wörterbuch der deutschen Sprache vollständig vor. In den frühen sechziger Jahren beginnt die Neubearbeitung des Deutschen Wörterbuchs.
Die Ausstellung informiert über die Berliner Jahre der Brüder Grimm und zeigt noch vorhandene Spuren ihrer Arbeit und ihres Lebens auf. Ein Teil der Ausstellung gibt Auskunft über die wechselvolle Geschichte der Erstbearbeitung sowie über Konzeption, Methoden und Stand der Neubearbeitung.


Die Ausstellung "Die Brüder Grimm in Berlin" wurde vom 5. Juli bis zum 28. August 2004 im Foyer der Berliner Humboldt-Universität gezeigt. Sie stand unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse.

Zur Begrüßung sprachen:

FRANK EVESLAGE
Vizepräsident der Humboldt-Universität zu Berlin

MANFRED BIERWISCH
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Den Festvortrag zum Thema Alchemie der Wörter hielt:

ADOLF MUSCHG
Präsident der Akademie der Künste

Fotos von der Eröffnungsveranstaltung finden Sie hier.



WANDERAUSSTELLUNG

Die Ausstellung hat in Berlin eine sehr große Resonanz gefunden. Sie wird aus diesem Grund - mit einer leicht reduzierten Zahl von Exponaten - noch in weiteren Städten gezeigt. Hier finden Sie eine Übersicht über die weiteren Ausstellungstermine:


HANAU:
Foyer Neustädter Rathaus
Am Markt Hanau
1. Oktober- 23. Oktober 2005


MARBURG:
Haus der Romantik
Haus am Markt 16
17. November 2005 - 19. März 2006


TALLINN:
Universitätsbibliothek
14. November 2005 - 10. Dezember 2005